Responses to Charles Ives

 

 

Am 19. Mai 2004 jährt sich der Todestag des amerikanischen Komponisten Charles Ives zum fünfzigsten Mal. Die Resonanz seines Lebenswerkes ist auch heute, am Anfang des 21. Jahrhunderts, in der zeitgenössischen Musik noch spürbar. Viele Komponisten der unterschiedlichsten ästhetischen Prägungen berufen sich auf Werke von Ives als wichtige Einflußkraft auf ihr eigenes Schaffen.

 

Um diese Wirkungszusammenhänge zum Ausdruck zu bringen, hat die amerikanische Pianistin Heather O'Donnell anläßlich des 50. Todestages von Charles Ives sieben Komponisten damit beauftragt ein neues Klavierstück zu komponieren:

 

Frederic Rzewski (U.S.A)                                             Johnny has Gone for a Soldier

Michael Finnissy  (England)                                       Song of Myself

George Flynn (U.S.A)                                                        Remembering

James Tenney (Kanada)                                               Essay (after a Sonata) for inside-piano

Oliver Schneller  (Deutschland)                           And Tomorrow… for piano and electronics

Walter Zimmermann (Deutschland)                The Missing Nail  for piano + toy-piano

Sidney Corbett (U.S.A)                                                    Celestial Potato Fields

 

Die Arbeiten der Komponisten verweisen jeweils auf eine oder mehrere der zeitgenössischen Manifestationen von Ives’ Einfluß: kompromißlose Individualität, Fortschrittlichkeit, Idealismus, improvisatorische Ansätze, Integration von Elementen aus der Gebrauchs- oder “Pop”-Musik, politisches Engagement oder eine Tätigkeit als Pianist-Komponist. Den neuen Stücken werden jeweils einige von Ives’ eigenen Klavierstücken gegenübergesellt.

 

Gegenwärtig wird dieses Programm verschiedenen Veranstaltern in den USA, Europa und Südostasien in verschiedenen Formaten angeboten (s. “Programmvorschläge”). Die Uraufführung des Gesamtprograms wird in Deutschland im  Rahmen des MaerzMusik Festivals/Berliner Festspiele am 21. März 2004 stattfinden. 

 

Im Frühjahr 2004 wird Heather O’Donnell das gesamte Programm zusammen mit einigen kürzeren Klavierstücken von Charles Ives für MODE RECORDS in New York einspielen.

 

Heather O'Donnell gilt als eine der herausragenden Ives-Interpreten der jüngeren Pianisten-Generation. Sie hat das Klavierwerk von Charles Ives durch zahlreiche Konzerte, Gesprächs-

konzerte und -veranstaltungen in den U.S.A. und Europa vertreten.

 

Sponsoren dieses Projectes:

 

 MaerzMusik/Berliner Festspiele • Canada Arts Council • Edition Babel • Kenneth Derus (Chicago) •

Dr. Donald Casey (Chicago) • G. Schirmer Music Publishers • Puffin Foundation